Agnol Dek'Trabjak | Darnazut

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Agnol Dek'Trabjak | Darnazut

Beitrag von Zyklop am 15.06.13 3:45

Agnols Gleiter näherte sich dem Landedock der Hauptstadt Getokbar. Er fragte sich was die Nesthüterin für ihn als Auftrag hatte. Er war zwar als Sohn aus einem ihrer Eier geschlüpft, aber er wusste, das dies kein Garant auf Bevorzugte Behandlung war als Männchen der Darnazut. Der Eizigste Grund den er sich ausmahlen hätte können, war der, das Agnol als Einzigster des Wurfes die Profession des Kopfjägers annahm und die Nesthüterin seine Dienste benötigte. Zwar hatte er vor einen anderen Kontrakt anzunehmen, doch den Befehlen der Nesthüterin widersprach kein Darnazut von Ehre.
Langsam schwebte sein kleiner Jagdflieger dem Boden entgegen, während Agnol den Autopiloten das Landemanöver durchführen lies. Er selbst zog sich in der Zwischenzeit seine graue Tunika, welche ihn als Kopfjäger anpries über den Körper. Er hasste es, diese engen Kleidungsstücke tragen zu müssen, doch verstand er deren Nutzen. So konnte man sehen, ob jemand eine Versteckte Waffe mit sich trug, selbst wenn dies nie ein Darnazut tun würde. Im Anschluss schlang er seinen Gürtel mit den Traditionellen Ferotaj um den Leib und wartete bis das Landemanöver beendet war.


Er sog förmlich die Luft seines Heimatplaneten ein, als sich die Schleuse öffnete, welche ihm entgegenwehte. Zwar war sein Schiff auf einer angenehmen Temperatur, doch der Sommer auf Helios VII war angenehmer und natürlicher, als die Heizung seines kleinen Schiffes.
Er schlenderte in seiner Aufmachung durch die Straßen der Dschungelstadt, mit dem Ziel des Großen Palastes, der Nesthüter. Niemand schenkte ihn beachtung, was wiederum angenehm war für Agnol. Wenn er unter den Menschen war, wurde er zumeist von ihnen mit merkwürdigen Blicken bedacht. Er wusste ja noch damals, als er sich gegen Ende des Nestzyklus befand, wie die ersten Menschen herkamen um im Namen des Konklomerates den Planeten erforschten. Das Erlebnis war für beide Gruppen ein sowohl Schockierendes Erlebnis, als auch ein für die Zukunft bestehendes Bündnis gewesen. Die Waren und vor allem die Geräte zur Verständigung beider Rassen hatten vor allem für die Händler und die Kopfjäger der Darnazut zu hohen Reichtümern verholfen. 'Alle außer mir' dachte sich Agnol, als er daran dachte, das er mal wieder kein Geld hatte. Warum musste frisches Fleisch auch immer so teuer sein auf den Stationen der Menschen?
Seinen Gedanken folgend ging er weiter bis ein ihm weitaus Größerer Darnazut mit angebrachten Ferotaj den Weg versperrte. Aus seinen Gedanken aufgeschreckt blickte er in das Gesicht einer Palastwache. Auch wenn die Darnazut wenig für Disziplin gaben, so wurden nur die Männchen des Planeten ausgesucht um die Nesthüterinnen zu schützen, welche in der Lage waren wenigstens den Anschein wahren zu können. Diese Krieger waren sogar unter den Darnazut gefürchtet, da ihr Aggressionspotential weit höher war, als das eines normalen Männchens. „Was willst du Kopfjäger?“ Fragte die Wache verächtlich. Agnol wusste, das er vorsichtig mit diesen hohen Dienern der Hüterin umgehen sollte. Doch er wusste auch, das ihm seine Mutter zu sich gerufen hatte, was mehr als selten geschah. „Wächter, ich habe einen Auftrag, den mir die Priesterin der Ahnen und Bewahrerin der Nesthüterin Ti Ab'tuja gab. Sie sagte mir, die Nesthüterin wolle mich in einer Angelegenheit sprechen." Der Wächter schaute Agnol an und dann auf seine am Gürtel hängenden Waffen. „Selbst wenn du die Wahrheit sagst, an die Nesthüterin darf nur gehen wer ohne Waffen kommt.“ Und noch ehe Agnol seinen Gurt lockern konnte war der Hühne, welcher ihm an Kraft und Schnelligkeit überlegen war an den Ferotaj. Agnol fauchte ihn an. Kein Darnazut, nicht einmal ein Wächter durfte die Waffen eines anderen Darnazut berühren. Dies doch zu tun würde unweigelich in einen Kampf enden, wenn der andere nicht seine Klauen von den Handschuhen mit den Metallernen Krallenaufsätzen loslies. Auch der Wächter wusste dies und zog aufgrund des Herausfordernden Fauchens seine Hände zurück. Agnol konnte nun den Gurt öffnen und legte diesen vor die Füße der Wache. Ein verächtliches Schnauben lies ihn aufsehen. Der Wächter wusste nun, das er neben seiner Wahren Pflicht, den Palast des Nestes zu schützen nun auch noch auf die Waffen des Kopfjägers zu achten hatte.
Der Palast war gewaltig. Natürlich nicht so groß wie in seiner Jugend als Agnol noch im Nestzyklus war. Aber dennoch gewaltig. Ein langer Gang führte ihn in die Hallen, welche als Herz des Nestes bezeichnet wurden. Dort war sie die Nesthüterin der Stadt. Seine eigene Mutter, welcher er sein Leben verdankte. Den Traditionen gemäß streckte er seine Hände nach vorne, damit seine Kleidung sich noch enger an ihn schmiegte, was den Sinn hatte auch noch die letzte mögliche versteckte Waffe zu erkennen. Doch irgendwas war anders, wie Agnol auf einmal bemerkte. Er konnte dumpfes Schreien hören, was wie Weinen klang. Aber durch die Akkustik im Herz war es ihm unmöglich die Ursache der Geräusche herauszufinden. „Agnol. Mein Sohn, der die Sterne sieht und nach dem Reichtümern anderer giert. Du bist zurückgekehrt an den Ort deiner Geburt. Es ist selten das ein Ebenkeket diesen Ort nach seinem Nestzyklus aufsuchen darf. Und doch ist die Situation in der die Nesthüterin dich rief wichtig genug um deine Anwesenheit zu fordern.“ Agnol wusste, das Kopfjäger auf ganz Helios VII nicht zu den beliebtesten Darnazuts gehörten und dennoch war er überrascht, das die Nesthüterin ihn so betitulierte. Allen Anschein nach war es wirklich wichtig. „Was will die Hohe Nesthüterin Getokbars von einem Kopfjäger? Sie hat Wachen, welche sie mit ihrem Leben schützen und sie ist die stärkste der Ebenkeket. Es sei denn...“ „Schweig du Narr.“ unterbrach ihn seine Mutter. „Die Angelegenheit hat nichts mit unseren Planeten zu tun, sondern mit den Menschen, welche du ja zu kennen scheinst. Besser sogar als eine Nesthüterin. Ich habe einen Auftrag für dich.“ Agnol war verwirrt. Es hatte etwas mit den Menschen zu tun? Was konnte das sein, was seine Nesthüterin von ihm verlangte? „Was wünscht die Nesthüterin von einem Kopfjäger ihres Wurfes?“ wollte Agnol in Erfahrung bringen. Doch seine Mutter klatschte nur in die Hände. Kurz darauf kam eine junge Ebenkeket durch einen Zugang. Sie mochte 50 sein und gerade ihren Nestzyklus beendet haben. Sie trug etwas und dieses etwas machte diese Weinerlichen Schreie. Die Dienerin der Nesthüterin legte das Bündel vor diese hin und verschwand wieder durch den Gang, aus dem sie kam. „Dies ist ein Menschenkind.“ bemerkte Agnol verwirrt und schaute die Nesthüterin dabei fragend an. „Ja Kopfjäger. Du hast scharfe Augen, wie es für dein Geblüht anzunehmen ist. Dieses Menschenkind wurde vor 4 Tagen an den Mauern des Nestes gefunden. An diesem Abend verließen uns Händler der Menschen, welche von einem Ort namens Ephesus kamen. Du sollst dieses Kind zu seiner Mutter zurückführen. Nach den Wegen der Ebenkeket.“ Die Nesthüterin schaute den Kopfjäger mit einem kalten Gesichtsausdruck an. Agnol kannte die Station. Dort wimmelte es von Händlern, welche kamen und gingen. Es würde schwer werden die Mutter des Kindes zu finden. Und teuer. „Wenn die Nesthüterin mir dies als Auftrag gibt, so will der Kopfjäger dies auch tun. Aber die Orte der Menschen sind teuer für einen Ebenkeket. Und um die Mutter des Kindes zu finden werde ich Zeit brauchen.“ Agnol schaute in das Gesicht der Nesthüterin. Diese stierte ihn nur an. „Du bist wirklich gierig, doch es sei dir gestattet. Nenne der Geldmeisterin deinen Betrag und du sollst ihn erhalten. Aber Agnol. Ich wünsche das du das Kind mit der Verantwortung bedenkst, die für ihr Geschlecht angemessen ist.“ 'Ihr Geschlecht?' Fragte sich Agnol, als ihm die Erkenntnis traf, das es sich bei dem Menschenkind um ein Mädchen handelte. Das hieß für ihn mehr Wachsamkeit. Agnol wusste, was es bedeuten würde, sich der Nesthüterin zu widersetzen und seuftze schwer. Er würde mehr Verantwortung zeigen müssen, als er hatte. Aber es war der Auftrag der Hüterin.


Langsam hob sich der kleine Jäger von der Rampe, als Agnol wieder in Hosen und Weste in das Cockpit kam. Er hatte den Betrag, den er sich dachte, was es kosten würde sicher verstaut und das Kind bei sich. Er legte es in seine Tunika, welche er wie ein Kissen auf seinen Schoß gelegt hatte. Er würde es keine Sekunde aus den Augen lassen, wenn er je wieder auf seinen Heimatplaneten zurückkehren wollte. „So viel Verantwortung.“ murmelte er vor sich hin, als er sich seinen Übersetzer um den Hals fixierte. Dann gab er die Koordinaten von Ephesus ein und ging auf vollen Schub.
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Charakter der Figur
Name:: Agnol Dek'Trabjak| Rasse: Darnazut
Geschlecht: Männlich
Alter:: 113 Jahre

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